Das Regelwerk

Ein durchschnittlich großes Fußballfeld ist 90-120 Meter lang und 45-90 Meter breit (der Standard liegt bei 68 auf 105 Meter). Durch eine weiße Kalklinie wird das Feld in seine Regionen (Mittellinie, Strafraum, Anstoßkreis und Eckkreis) unterteilt und begrenzt. Die Größe der Tore ist mit 7,32 Metern Breite und 2,44 Metern Höhe fest definiert. Zu der oben bereits beschriebenen Ausrüstung darf kein Spieler Schmuck oder Brillen tragen, da es bei einem eventuellen Zusammenprall mit einem Gegner zu Verletzungen kommen kann. Der Ball hingegen darf mit dem kompletten Körper berührt und gespielt werden, ausgenommen den Armen und Händen (nur der Torwart darf diese in seinem Strafraum benutzen, jedoch nur, wenn der Ball nicht absichtlich von einem Mitspieler mit dem Fuß zu ihm gespielt wurde). Ein Feldspieler darf den Ball nur mit den Händen berühren, wenn er einen Einwurf ausführt. Dies kommt zu Stande, wenn der Ball das Feld über die seitliche Begrenzungslinie verlässt. Jede andere Berührung mit der Hand wird als absichtliches Handspiel geahndet und somit vom Schiedsrichter abgepfiffen. Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten, die in zwei Spielhälften zu je 45 Minuten unterteilt sind. Zwischen den beiden Hälften gibt es eine maximal 15-minütige Halbzeitpause. Zu den 90 regulären Spielminuten kommen oft noch wenige Minuten Nachspielzeit, die durch Verletzungspausen oder sonstige Unterbrechungen während des Spiels verursacht werden. Die Beachtung der Regeln und die Ahndung von Verstößen nimmt der Schiedsrichter auf dem Feld vor. Bei professionellen Spielen gibt es neben dem Hauptschiedsrichter noch 2 Linienrichter, welche dem Schiedsrichter signalisieren, wann ein Abseits vorliegt, oder ob ein Ball bereits im Aus war oder nicht. In den hohen Klassen gibt es zudem noch den vierten Offiziellen, der an der Seitenlinie das Verhalten der Trainier und Ersatzspieler überwacht, und jeweils an jedem Tor einen Torrichter, der bei kniffligen Entscheidungen ein Mitspracherecht hat (z.B. ob der Ball mit vollem Umfang über die Linie ging). Begeht ein Spieler einen Regelverstoß, so pfeift der Schiedsrichter mit seiner Pfeife das Spiel ab und entscheidet auf Foulspiel. Das Spiel wird somit unterbrochen und die jeweils andere Mannschaft erhält einen Freistoß, oder einen Elfmeter, falls das Foul im eigenen Strafraum begangen wurde. Der Begriff Elfmeter leitet sich aus der Entfernung ab, aus der der Stürmer den Schuss aufs Tor abgeben darf, nachdem er im Strafraum gefoult wurde. Zudem werden die Freistöße nach direkten und nach indirekten Freistößen unterschieden. Nach einem direkten Freistoß kann unmittelbar ein Tor erzielt werden, nach einem Indirekten jedoch ist der Ball erst wieder aktiv im Spiel, sobald er von einem zweiten Spieler berührt wurde. Spielt ein Spieler den Ball über die eigene Torauslinie, so gibt es für die gegnerische Mannschaft einen Eckball. Der Eckball ist allgemein gesagt ein Freistoß von der jeweiligen äußeren Eckbegrenzung des Spielfeldes. Je nach Ausmaß des Regelverstoßes kann der Schiedsrichter einen Spieler durch eine gelbe Karte oder gar eine rote Karte verwarnen. Bei einer roten Karte muss der Spieler umgehend das Feld verlassen. Seine Mannschaft spielt ab diesem Moment nur noch mit 10 Spielern. Gleiches passiert, wenn der Spieler in einem Spiel 2 gelbe Karten bekommt. Dies nennt man die gelb-rote Karte (2x gelb ergibt rot). Die rote Karte bekommt man nur bei groben Fouls, absichtlicher Verhinderung einer Torchance und bei Tätigkeiten bzw. Beschimpfungen. Die wohl schwierigste Regel im Fußball ist jedoch die Abseitsregel. Allgemein formuliert unterbindet diese Regel Spielsituationen, in denen der Angreifer einer Mannschaft beim Abspiel des Balls in einer bestimmten Feldposition zu den jeweiligen Abwehrspielern der gegnerischen Mannschaft steht. So darf der Spieler einer Mannschaft, welcher dem gegnerischen Tor am nächsten steht, bei einem Pass (der den jeweiligen Spieler erreichen soll) nicht näher zur Torlinie stehen, als der hinterste Verteidiger der gegnerischen Mannschaft. Viele Mannschaften machen sich diese Regel zu Nutze und studieren im Training die so genannte Abseitsfalle ein, wodurch sie bei richtigem Stellungsspiel die Angriffe des Gegners frühzeitig unterbinden können.

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